| Ausstellung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ eröffnet im KRÜGERHAUS auf dem Schlossplatz in Freiberg |
13.20 Uhr Erika Krüger eröffnet zusammen mit dem Sächsischen Staatsminister für Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland, das Krügerhaus in Freiberg, welches die "Mineralogische Sammlung Deutschland" beheimatet. |
Heute eröffnete in Freiberg/Sachsen das KRÜGERHAUS mit einer Ausstellung der schönsten Mineralien Deutschlands. Der sächsische Finanzminister Prof. Georg Unland und die Stifterin Erika Krüger durchschnitten gemeinsam mit dem Kanzler der TU Bergakademie Freiberg, Dr. Andreas Handschuh, das Band. In den neuen Ausstellungsräumen im komplett sanierten Gebäude auf dem Freiberger Schlossplatz werden Minerale aus deutschen Fundorten der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung, der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, der Stiftung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ sowie von privaten und musealen Leihgebern gezeigt. Für die breite Öffentlichkeit wird die Ausstellung am Sonnabend, dem 6. Oktober, ab 9 Uhr zugänglich sein. Die Ausstellung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ eröffnet im KRÜGERHAUS auf dem Schlossplatz in Freiberg am 6. Oktober 2012, 9 Uhr, ihre Türen für die Besucher. Die terra mineralia, eine Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, wird damit gekrönt: Im KRÜGERHAUS, dem sanierten Gebäude auf dem Freiberger Schlossplatz unmittelbar neben dem Schloss Freudenstein, werden die schönsten Mineralien Deutschlands zu sehen sein. Sie stammen aus der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung, den Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, der 2008 gegründeten universitären Stiftung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ sowie von privaten und musealen Leihgebern. Die Ausstellung war in monatelanger Arbeit vom Team um Kustos Dipl.-Mineraloge Andreas Massanek vorbereitet worden. Das 500 Jahre alte Gebäude war 2004 durch Dr. Peter Krüger erworben worden. Nach der Sanierung übergab Erika Krüger das Gebäude an die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung der TU Bergakademie Freiberg zur Nutzung. „Dieses geschichtsträchtige Haus, nun reich bestückt mit Mineralien, wissenschaftlichen Modellen und vielem mehr, der Öffentlichkeit zu übergeben, macht mich besonders stolz. Es war ein langer, manchmal schwieriger Weg, das alte Amtshaus von Grund auf zu sanieren, zu restaurieren und für die Sammlung vorzubereiten. Umso glücklicher bin ich deswegen heute, dass die Vision meines Mannes von einem Museum im Krügerhaus in die Tat umgesetzt werden konnte“, sagte Erika Krüger bei der Einweihung. Prof. Georg Unland, der ehemalige Rektor der TU Bergakademie Freiberg, hatte die Sanierung des Hauses von Anfang an unterstützt: „Was hier in den letzten Jahren aufgebaut wurde, ist außerordentlich. Das frisch sanierte Krügerhaus erstrahlt in neuem Glanz und beheimatet nun eine wahrhaft einzigartige mineralogische Sammlung. Es ist mir ein besonderes Anliegen, der Stifterin Frau Erika Krüger zu danken, die gemeinsam mit ihrem leider bereits verstorbenen Mann, Dr. Peter Krüger, dies alles überhaupt erst ermöglicht hat. Wer stiftet, schafft Bleibendes und gestaltet die Zukunft – dies zeigt sich heute wieder in besonderem Maße.“ Dr. Andreas Handschuh, der Kanzler der TU Bergakademie Freiberg, hob zur Eröffnung die wichtige Rolle der Stiftungen für die Bergakademie hervor. „Dank der Unterstützung der beiden Stiftungen „Dr.-Erich-Krüger-Stiftung“ und der Stiftung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ sowie dem persönlichen Engagement von Frau Erika Krüger können wir eine weitere wichtige wissenschaftliche Sammlung präsentieren und damit unsere Position als universitäres Zentrum in Europa ausbauen“, so Dr. Handschuh. Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen und Professor für Mineralogie an der TU Bergakademie Freiberg: „Die deutschen Mineralien so konzentriert an einer Stelle – das ist einzigartig. So trägt die Ausstellung entscheidend dazu bei, Minerale als Kulturobjekte zu begreifen. Unser Ziel ist es, durch privates Engagement eine Sammlung von nationalem Charakter aufzubauen.“ Das Gebäude wurde von 1510 bis 1512 direkt an der Stadtmauer errichtet. Baumeister war der Hofmeister Rudolph von Bünau. Später befand sich das Gebäude im Besitz der Familie von Schönberg. Im Jahr 1676 wurde das Gebäude von Kurfürst Johann II. erworben und als Amtshaus eingerichtet. Während die Besitzer wechselten, wurden mehrfach auch Umbauten vorgenommen. So weist das Gebäude interessante Spuren der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und der Neugotik auf. Genutzt wurde das Haus im Laufe seiner Geschichte sowohl für Verwaltungszwecke als auch als Wohnhaus. Unter anderem befand sich hier zeitweise das Finanzamt. Als Wohnhaus diente es dann auch bis zum Jahr 1997. Danach stand es mehrere Jahre leer. Dem Stifter Dr. Peter Krüger, Begründer der „Dr.-Erich-Krüger-Stiftung“ für die TU Bergakademie Freiberg, lag auch die Entwicklung der Innenstadt seiner Geburtsstadt Freiberg sehr am Herzen. Er setzte sich deshalb für die Sanierung des „Amtshauses“ ein. Nachdem Dr. Krüger im Jahr 2007 verstorben war, wurde die Sanierung des „Amtshauses“ durch seine Gattin, Erika Krüger, mit großem, persönlichem Einsatz sowie durch die „Dr.-Erich-Krüger-Stiftung“ fortgeführt. Am 2. Juli 2009 konnte das Richtfest gefeiert werden.
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Das Krügerhaus erstrahlt jetzt nach mehrjähriger Rennovierungs- und Umbauarbeit in neuem Glanz.
Das Gebäude am Schlossplatz 3 zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Januar 2009.
Richtfest Juli 2009: Bauherrin Erika Krüger bekommt aus den Händen von Prof. Gerhard Heide die erste Mineralstufe überreicht.
Heute beherbergt das Krügerhaus die „Mineralogische Sammlung Deutschland“. Einer der Highlights ist diese Vitrine mit 734 historischen Kristallmodellen.
Schöne und typische Stufe von der Grube Christiane, Adorf bei Kassel: Baryt mit Chalkopyrit und Malachit. Foto H. Meyer.
Sensationell große Kristallstufe mit Emser Tönnchen (Pyromorphit) von Bad Ems/Lahn. Breite 21 cm. Foto R. Bode.
Historische Barytstufe von der Grube Himmelsfürst, Brand-Erbisdorf bei Freiberg. Breite 11 cm. Foto J. Scovil.
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