Neues aus der Fälscherwerkstatt:

Manipulierte Fluorit-Quarz-Stufen aus Namibia

Wieder einmal mehr ist Namibia in die Schlagzeilen dubioser Mineralienfälscher gekommen: Seit einigen Monaten sind 'Stufen' in Umlauf, bei denen farbig zonierte Scheiben aus Fluorit auf einer Quarz-Matrix sitzen. Als Fundort hatte man die Spitzkoppe-Region angegeben.
Wie die MW-Redaktion erfahren konnte, wurden derartig präparierte Stufen für mehrere hundert Euro verkauft - der Schwindel flog aber relativ schnell auf, denn Mineralienkenner sehen sofort, dass solche 'Stufen' in der freien Natur wohl kaum so ausgebildet vorkommen können. Die eigentlich recht unattraktiven, auf Quarz sitzenden Fluorit-Kugeln hat man rechts und links von der Mitte abgespalten, sodass nur noch eine Scheibe stehenblieb. Der Quarz wurde dann mit einem feinen Stichel entsprechend wegpräpariert - fertig waren die ungewöhnlichen 'Stufen' ...

Spektakulär anzuschauen, aber leider manipuliert. Breite ca. 5 cm.
Eine der ganz seltenen Original-Stufen: Auf einer hellen Quarz-Matrix liegt eine dünne Schicht mit Fluorit, auf der dann eine große Fluorit-Kugel sitzt. Im Bruch (siehe Foto unten) wird der Aufbau noch deutlicher. Aus unattraktiven, unscheinbaren Stufen wollte man Ungewöhnliches produzieren ... Bildbreite ca. 4 cm.
 

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Toller Erfolg: 140 Achatsammler trafen sich in Freiberg/Sachsen
Ein großer Erfolg war das „1. Sächsische Achat-Symposium“, welches auf Initiative unserer Zeitschrift in Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg ins Leben gerufen wurde und am 19. März 2011 für ein volles Haus in der altehrwüdigen Brennhausgasse Nr. 14 sorgte. Über 140 Achat-Sammler und -Interessierte, die teilweise extra aus Berlin oder aus der Lausitz den Weg nach Freiberg fanden, wurden durch das vielfältige Programm auch nicht enttäuscht. Zunächst hielt Prof. Jens Götze/TU Bergakademie Freiberg einen die Anwesenden besonders interessierenden Vortrag über Bio-signaturen in Achaten - ein derzeit in Fachkreisen vieldiskutiertes Thema. Prof. Götze versuchte mit vielen Bildbeispielen, hier Erklärungslösungen zu bieten.
Ebenfalls für viele Gäste hochspannend war die „Flussgeschichte und die Gerölle der Elbeläufe“, die Dr. Jan-Michael Lange (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden) vorstellte. Die in Jahrmillionen entstandenen weitverzweigten Flussläufe der Elbe und die darin gefundenen Achate lassen Rückschlüsse auf die Transportwege sowie auf die Primärvorkommen. In der anschließenden Diskussionsphase kam das Leitmotiv des Symposiums voll zur Geltung: „Sammler trifft Wissenschaftler“ - ein lange überfälliges Thema in Sachsen, was auf unsere Anregung hin in vorbildlicher Weise nun von Prof. Jens Götze gern übernommen wurde - profitieren doch beide Seiten davon ...

 

Achat Symposium

Der Hörsaal in der Brennhausgasse in Freiberg/Sachsen war bis auf den letzten Platz gefüllt - ein schöner Erfolg für alle Achatfreunde in Sachsen und drumherum ...