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Mineralien Hamburg 5.-7.12.2014

Königliche Schätze auf der Mineralien Hamburg


Leider nicht das Original, dafür aber trotzdem anmutig: Krone aus dem Schatz der Britischen Kronjuwelen. Normalerweise ist sie im Deutschen Mineralienmuseum in Idar-Oberstein zusammen mit anderen Exponaten zu sehen. Foto R. Furmann.

 

Das besondere Highlight der 37. Mineralien Hamburg 2014 stellte die Sonderschau „Königliche Schätze aus dem Reich der Queen“ dar. Sie zeigte eine große Auswahl einzigartiger und außergewöhnlicher mineralogischer Exponate aus dem Vereinigten Königreich. Für Begeisterung unter Experten sorgten farbenprächtige Ausstellungsstücke der „Camborne School of Mines“ in Cornwall sowie Top-Exponate des „Natural History Museum“ in London.

„Was den Besuchern hier gezeigt wurde, das war die bislang größte und hochwertigste Ausstellung über englische Mineralien, die es je außerhalb des Königsreichs gegeben hat“, fasst Mike Rumsey vom National History Museum London  zusammen. Edward Loye, Kurator der „Camborne School of Mines“, ging sogar noch weiter: „Eine so gute Mischung, wie sie hier gezeigt wurde - das hat es selbst in Großbritannien noch nicht gegeben.“ Das bestätigte auch der Münchner Achatsammler und -fotograf Wolfgang Wäger, der geschäftlich in der Nähe zu tun hatte und einen Abstecher auf die Börse machte. Sein Fazit: „Diese Sonderschau war echt toll!“ 

Neben den insgesamt vier Partnern aus Großbritannien war auch das Team von Andreas Massanek von der TU Bergakademie Freiberg/Sachsen und „terra mineralia“ wieder mit vielen wirklich atemberaubenden Stufen in Hamburg dabei. Herausragend war auch die Gestaltung innerhalb der Vitrinen - die Besucher konnten sich gar nicht genug satt sehen ob der vielen schönen Exponate ...

Aufklärung in Sachen Kristallografie am wie immer informativen Stand der terra mineralia / TU Bergakademie Freiberg/Sachsen.

Bei der Schülerrallye 2014 machten fast 600 große und kleine Schulkinder mit. Foto R. Furmann.

Blick in die Sonderschau - dem englischen Wetter gemäß dienten die Regenschirme als originelle Dekoration.

Zum Internationalen Jahr der Kristallografie konnte man in den Vitrinen des Krügerhauses historische Kristallmodelle aus drei Jahrhunderten bestaunen. Foto R. Furmann.

Als sensationell wurde diese Stufe mit bis zu 30 cm langen Baryt-Kristallen von Frizington, Cumberland, angesehen. Sammlung TU Bergkademie Freiberg. Foto A. Akhavan.

Herrliche Calcit-Zwillinge aus der Bigrigg-Mine in Cumberland. Breite ca. 12 cm im Original. Sammlung TU Bergakademie Freiberg/Sachsen. Foto W. Wäger.

Ein weiteres britisches Juwel aus der Sammlung der TU Bergakademie Freiberg. Foto A. Akhavan.

Galenit-Kristalle in Kombination mit Fluoriten von Weardale. Foto A. Akhavan.

Trümmerachat aus dem Osterzgebirge. Foto W. Wäger.

Die Vitrine des Natural History Museums London war prall gefüllt mit hervorragenden Exponaten, die teilweise zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen waren. 

Die wohl interessanteste Stufe in der Sonderschau war dieser Cornwall-Klassiker: Perimorphose von Siderit nach Fluorit von der Virtuous Lady Mine bei Tavistock, Devonshire. In dem Hohlraum sitzen weiße Quarze. Das wertvolle Exponat hatte noch nie das Natural History Museum verlassen und wurde zum ersten Mal in Hamburg gezeigt. Foto A. Akhavan.

Historische cornische Stufe aus der Wheal Carpenter mit Cornubit und Olivenit in einer Quarzdruse. Wie das Etikett belegt, stammt das Stück aus der berühmten Sammlung von Sir Arthur Russel. Fotos R. Furmann und A. Akhavan.

Deutsche Klassiker wurden aus den Sammlungsbeständen des NHM London ebenfalls präsentiert, wie hier exzellente Pyromoprhit-Stufen aus Bad Ems. Foto A. Akhavan.

Rhodochrosit von der klassischen Lokalität Oberneisen im Taunus - auch diese hervorragende Stufe, bei der die Rhodochrosit-Kugeln schön hochglänzend ausgebildet sind, stammt aus dem Natural History Museum London.

Eine Sensation in Hamburg war die wohl größte Apophyllit-Stufe aus St. Andreasberg, Harz. Sie kam 1850 als Geschenk an das Natural History Museum London und befand sich vorher in der Sammlung von König Georg IV. Foto W. Wäger.

Ed Loye brachte viele sehenswerte Exponate aus der Camborne School of Mines in Cornwall mit. Foto R. Furmann.

Neben prächtigen Stufen wurden auch bergmännische Utensilien aus den cornischen Bergwerken gezeigt.

Natürlich gab es auf der Sonderschau der Mineralien Hamburg auch einen zünftigen Pub, in dem die Besucher vier verschiedene englische Biersorten kosten konnten. Kristina Bode, Ian Jones, Ed Loye und Mike Rumsey (von links nach rechts) schien es zu schmecken. Foto R. Bode.

Ausstellung der kostbaren Blue-John-Fluorit-Objekte aus der Liz und David Hacker-Sammlung. Foto A. Akhavan.

Der Sammler Ian Jones aus Cardiff begeisterte die Gäste in Hamburg vor allem durch seine immense und variationsreiche Auswahl an Stufen, die er aus seiner Heimatstadt mitgebracht hatte. Foto W. Wäger.

Calcit-Kristalle. Taff's Well Quarry, Wales. Sammlung I. Jones. Foto W. Wäger.

Dr. Olaf Medenbach, Ruhruniversität Bochum, zeigte kostbare historische Messgeräte zum „Jahr der Kristallografie“. Foto R. Furmann.

Das Vortragsforum war immer gut besucht. Foto R. Furmann.

Spannend ging es auch in der Fossilienwerkstatt her. Gerade im Norden Deutschlands ist die Veranstaltung deshalb bei Paläontologen besonders beliebt. Foto R. Furmann.

Ob antiquarische Bücher, Zeitschriften oder andere Druckwerke - hier wird man immer fündig! Foto R. Furmann.

Wer etwas Außergewöhnliches für die gute oder bessere Stube sucht, ist am Stand von Andreas Guhr gut aufgehoben. Foto R. Furmann.

Waschen wie die Weltmeister! Riesigen Spaß haben nicht nur die jüngeren Besucher auf der Mineralien Hamburg beim Goldwaschen. Foto R. Furmann.

Faszinierend waren auch die Werke von Künstler Jörg Thomas aus Ludwigslust, der Mineralien zu eindrucksvollen Kuntobjekten verewigt. Foto R. Bode.

Erwin Pauly, Edelsteingraveurmeister aus Idar-Oberstein, zeigte sein ganzes Können. Da staunten die Gäste, welche Werkzeuge man zum Bearbeiten von Edel- und Schmucksteinen benötig. Foto R. Furmann.

Bei einem solch charmanten Lächeln wird man doch gern zur nächsten Mineralien Hamburg kommen: die Deutsche Edelsteinkönigin Sonja Mzyk wird auch vom 4.-6.12.2015 auf der 38. Messe präsent sein. Foto R. Furmann.